Pressebericht aus der Saarbrücker Zeitung vom 16. März 2017

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Bilder unserer Nachbarn - Vernissage

Am Dienstag, 7. März wurde die von der denkwerkstadt saarbrücken initiierte Ausstellung "Bilder unserer Nachbarn" in der Sparkasse Saarbrücken am Rathausplatz eröffnet.
Sie ist noch bis 31. März 2017 täglich während der Öffnungszeiten der Sparkasse (8.15 bis 16 Uhr) zu sehen.

 

 

Bilder unserer Nachbarn

eine interaktives, sozio-kulturelles Ausstellungsprojekt

Ausgangslage:

Seit etwa einem Jahr kommen Menschen aus den unterschiedlichsten gefährdeten Gebieten der Welt in unser Land. Sie suchen Schutz, Sicherheit, bessere Lebensbedingungen, Teilhabe an unserem Frieden, Wohlergehen und Wohlstand. Auf Flucht und langen Wegen haben sie uns erreicht und müssen sich nun in unserer Gesellschaft zurechtfinden. Sie treffen auf Institutionen und Regelwerke, die ihnen Orientierung bieten wollen, innerhalb derer sie lernen müssen sich zu bewegen. Hierbei begegnen ihnen Menschen, die sie unterstützen, sie beraten, begleiten, die helfen. Diese Helferinnen und Helfer tun dies beruflich, im Ehrenamt, weil sie selbst als Fremde kamen, weil sie bewusst oder zufällig Kontakt aufnehmen und bereit sind helfend da zu sein.

Wir wissen das Ein oder Andere vom Schicksal derer, die zu uns kommen, wir wissen wenig bis nichts von denen, die sich ihrer annehmen und wir wissen noch weniger über beider Miteinander.

Wer sind die Menschen, die für das Ankommen, Einleben und Hiersein der Fremden sorgen?
Auf welchem (persönlichen) Hintergrund erfolgt ihr Einsatz?
Welche Erfahrungen machen sie mit den Ankommenden, mit ihrer Unterstützung, mit ihrer Begleitung durch die Institutionen, mit uns Einheimischen, mit sich selbst?
Welche Erfahrung machen die Ankommenden mit ihren Begleiterinnen und Begleitern?
Was bedeutet es für diejenigen, die auf Hilfe angewiesen sind, die Unterstützung anzunehmen?
Was bringen die Flüchtlinge aus ihrer Heimat mit (Gegenstände, Geschichten, etc.)?
In welcher Form gestaltet sich das Miteinander?
Welches Verhältnis von gegenseitigem Geben und Nehmen lässt sich benennen?
Welches Bild unserer Gesellschaft entsteht aus den Berichten der jeweiligen Betroffenen?

 

In Gesprächen mit den Helferinnen und Helfern sowie ihren „Schützlingen“ werden ihre gemeinsamen Erlebnisse und Erfahrungen, ihr gegenseitiges Begreifen, ihr Verstehen von Ankommen und Aufnehmen, ihr Umgang mit Fremdsein und Hiersein, festgehalten und verschriftet durch die Autorin Carola Stahl.
Wir wollen das Miteinander kennenlernen und ihm eine Öffentlichkeit verschaffen.

Dabei soll dessen Bild nicht nur durch die Worte der Menschen sichtbar werden, vielmehr erhalten BegleiterInnen und Flüchtlinge durch Zeichnungen und Gemälde ein und ihr Gesicht, sowie ein Abbild ihres Miteinanders. Die Malerin Ada Fritz wird die Gespräche zeichnerisch begleiten und ihr Erleben der ihr gegenüberstehenden Menschen zum Ausdruck bringen.
Gerade in Zeiten der bearbeiteten Bilderflut, in der das Bild oft genug nach zielgerichteten Aussagen so zum Einsatz kommt, wie es der Information dienlich ist, bedeutet die elementare, fast schon archaische Form der Zeichnung, eine „wahre“ Wiedergabe des Gesehenen.

Dieses Projekt wird unterstützt durch:

Die Sparkasse Saarbrücken unterstützt das Projekt          Das Ministerium für Bildung und Kultur unterstützt das Projekt

 

Die Ausstellung

Bilder und Texte werden in einer Eröffnungs-Ausstellung ab dem 7. März 2017 in der Geschäftstelle der Sparkasse Saarbrücken Am Rathausplatz diejenigen Menschen vorstellen, deren gemeinsame Anstrengungen, die „Ankommenskultur“ mit Leben füllen.

Das Zusammentreffen der Ausstellungsmacherinnen mit ihren Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmern wird unterstützt von:

- Zuwanderungs- und Integrationsbüro der Stadt Saarbrücken
- Netzwerk „Ankommen“
- Sparkasse Saarbrücken
- Ministerium für Bildung und Kultur

 

Schirmherr: Ulrich Commercon, Minister für Bildung und Kultur

Ausstellungseröffnung

"Bilder unserer Nachbarn"

Bilder unserer Nachbarn   Bilder unserer Nachbarn - Text